Hevenu shalom alechem: Wir wollen Frieden für alle! - www.viktoriaschule-aachen.de

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Viktoriaschule

Gymnasium der Evangelischen Kirche im Rheinland - Staatlich anerkannte Ersatzschule

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Aktuelle AG-Wochenübersicht für Sport-, Zirkus- und Theater-AGs (Größe: 97 kB; Downloads bisher: 245974; Letzter Download am: 20.02.2020)

 

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27.01.2020 - Hevenu shalom alechem: Wir wollen Frieden für alle!

Am 27. Januar 2020 jährte sich die Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee zum 75. Mal.

Zu diesem Anlass hatten wir die Holocaust-Überlebende Tamar Dreifuss in unserer Gedenkfeier zu Gast und waren nach der 1,5-stündigen Lesung sehr beeindruckt und berührt, wie die Schilderungen des Schülers Jannis Bähr (Stufe Q2) zeigen:

 

„Als ich in die Aula kam, herrschte eine lockere und fröhliche Stimmung, trotz des Bewusstseins über die nun folgenden Berichte einer Zeitzeugin und dem verbundenen Andenken an die Befreiung des KZ Auschwitz vor 75 Jahren. Dabei ist dieser Moment und dieses Erlebnis einer Zeitzeugin zuhören zu können etwas Besonderes, weil es endlich ist.

 

Tamar Dreifuss - Profill

Unser Besuch: Holocaust-Überlebende und Autorin Tamar Dreifuss

 

Die Emotionalität des Themas kam durch ein Lied auf, welches die Zeitzeugin zum Dank an ihre Mutter abgespielt hat. Auf einmal war jedem bewusst, dass es sich bei dem Thema um etwas Ernstes, Wichtiges und Bedeutendes für jeden Einzelnen handelte.

Denn Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit zu erkennen und zu bekämpfen, um zu verhindern, dass sich die Taten der Nazis wiederholen, ist etwas Grundlegendes, was bei Taten in der Gegenwart wie zum Beispiel in Halle als vergessen scheint.

 

Besonders spannend war es ihrer besonderen Fluchtgeschichte zu folgen, da sie es auf spezielle Weise geschafft hat den Nazis zu entkommen. An der Hand ihrer Mutter verließen die beiden selbstbewusst und stolz das Durchgangslager in Tauroggen, als sei es das Normalste der Welt.
Gerade bei Momenten, die von Tod und Gewalt gegenüber ihr oder ihrer Familie handelten, fiel es vielen schwer, ihre Gefühle zu unterdrücken. Nicht nur Trauer und Mitgefühl wurden somit mit diesem Bericht in uns geweckt, sondern auch eine gewisse Wut gegenüber den Tätern.


Deswegen fand ich es besonders schön, dass wir am Ende des Zeitzeugenberichts mit ihr zusammen ein Friedenslied gesungen haben und auf diese Weise an die Hand genommen wurden, das Erzählte nicht nur als Denkanstoss zu nutzen, sondern es in positive Energie umzuwandeln und motiviert zu sein etwas für den Frieden in der Welt zu tun.

 

Tamar Dreifuss - auf der Bühne stehend

Tamar Dreifuss berichtet von ihren verschiedenen Stationen ihrer Flucht vor den Nazis

 

Denn gerade das war etwas, dass Frau Dreifuss auch in einem abschließenden Appell an uns gefordert hat. Wir sollen als folgende Generation das Erzählte der Zeitzeugen weitergeben und dafür sorgen dass es nie vergessen wird!

 

Tamar Dreifuss - mit SuS auf der Bühne 2

Frau Dreifuss beantwortet Fragen der Schülerinnen und Schüler

 

Insgesamt waren diese eineinhalb Stunden meiner Meinung nach ein wichtiger Schritt zum Erkennen von Realität. Trotz Geschichtsunterrichts ist vielen das Ausmaß des Leids nicht bewusst, was Platz lässt, die aktuellen Geschehnisse in der Welt ungedeutet zu lassen. Und gerade ein Zeitzeugenbericht kann die Zahlen der Toten mit persönlichen Schicksalen verbinden und Gefühle wecken.

 

Denn wir alle müssen erkennen welch unfassbares Glück es ist in einer Demokratie zu leben, die auf Säulen von Akzeptanz und Respekt basiert. Dieses Glück gehört es zu wahren und WIR, als neue Generation, tragen die Verantwortung!

 

Tamar Dreifuss - mit SuS auf der Bühne 1

Vielen herzlichen Dank!

 

Dem sind wir heute ein Stück näher gekommen.
Danke für diese Möglichkeit!"

 

Text: Jannis Bähr, Q2

Bilder: Hans-Jürgen Serwe

 

Zu dieser Veranstaltung erschien in der Ausgabe der Aachener Zeitung vom 28.01.2020 ein Artikel: "Ich will euch erzählen, wie ich überlebt habe" (PDF)

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